Optische Sicherheitsleitsysteme

LED-Leuchten markieren den Flur.
Optische Sicherheitsleitsysteme sind eine sinnvolle Ergänzung zur Sicherheitsbeleuchtung. Sie erleichtern die Flucht, wenn Rauch im Raum sowie auf den Flucht- und Rettungswegen die Orientierung beeinträchtigt.


Sicherheitsleitsysteme sind kein Ersatz für eine normgerechte Sicherheitsbeleuchtung. Sie werden nur ergänzend zur Kennzeichnung und Sicherheitsbeleuchtung mit Rettungszeichenleuchten installiert, um die Orientierung auf dem Fluchtweg zu erleichtern.

Zu unterscheiden sind dabei:

  • lang nachleuchtende Sicherheitsleitsysteme (Schilder),
  • elektrisch betriebene Sicherheitsleitsysteme (an einer Sicherheitsstromquelle)
  • dynamische Sicherheitsleitsysteme, die die Richtungsangaben je nach Lage von Gefahrenstellen „mitdenkend“ verändern.

Markierungen zeigen Fluchtrichtung

Als Leitsysteme eingesetzte Schilder und andere Leitsysteme werden an der Wand in bis zu maximal 40 Zentimeter Höhe oder direkt auf dem Boden montiert. Diese Art der Markierung ermöglicht es, den Flucht- und Rettungsweg mit Richtungsangaben kenntlich zu machen. Im Vergleich zur Kennzeichnung mit Rettungszeichenleuchten haben optische Leitsysteme den Nachteil, dass die Markierungen nicht in Sichthöhe angebracht sind. Vorweg laufende Personen verdecken die niedrig angebrachten Wegweiser für nachfolgend Flüchtende.

Bei Unfallgefahr ist auch eine Sicherheitsbeleuchtung notwendig. Denn nur sie macht Niveauunterschiede, Treppen und Hindernisse auf dem Flucht- und Rettungsweg erkennbar und schützt vor gefährlichen Stürzen.

Vorgeschrieben – dann auch zusätzlich – sind die optischen Systeme, wenn im Brandfall eine Verrauchung nicht ausgeschlossen werden kann und Flucht- und Rettungswege breiter als 3,6 Meter sind.

Zurück